De La Soul
Die drei New Yorker Kelvin Mercer (geb. 1969), David J. Jolicœur (1968) und Vincent Mason (1970) schlossen sich 1988 zu De La Soul zusammen, die der zu diesem Zeitpunkt verkrusteten Rapszene frisches Leben einhauchte. De La Soul setzten auf mehr politisches Bewusstsein in der afroamerikanischen Gesellschaft und pfiffen auf Gangsta Rap. Wurde ihr Debüt "3 Feet High And Rising" noch als zu poppig belächelt und nicht als HipHop ernst genommen, so setzte die Crew mit "De La Soul Is Dead" (1991) ein Ausrufezeichen: Der Sound wurde roher und die Texte essenzieller. So war z.B. Kindesmissbrauch ein Thema oder auch die Gewalt innerhalb der afroamerikanischen Gesellschaft. Allerdings, bereits auf dem ersten Album findet sich mit "Me Myself And I" ein Hit der späten 80er.
Dem Trend, HipHop ernsthafter und glaubwürdiger machen zu wollen, schlossen sich zu diesem Zeitpunkt weitere Formationen an, so z.B. die Jungle Brothers, Queen Latifah, A Tribe Called Quest, Black Star und einige andere – die "Native Tongue Posse" war geboren. Gemeinsam mit De La Soul, um die es nun vorerst etwas ruhiger wurde, war man bemüht, HipHop auch für die Mittelschicht zu kreieren, was weitgehend gelang. Unterdessen floppte DLS-93er-Album "Buhloone Mind State", ehe die Band 1996 mit "Stakes Is High" eine triumphale Rückkehr feierte. Das 2000/2001 gedroppte Doppelalbum "Art Official Intelligence" und "Stakes Is High" müssen zu den Meilensteinen des HipHop gezählt werden. 2004 und 2006 legten die Crew nach ("The Grind Date" und "Impossible Mission: TV Series, Pt. 1"). Die wichtigste Erkenntnis ist und bleibt aber, dass De La Soul einen ungeheuer großen Einfluss auf den alternativen HipHop hatte und hat.

