Ice Cube

O'Shea Jackson alias Ice Cube, 1969 in Los Angeles geboren, hat als Rapper und Schauspieler einen entscheidenden Anteil am Aufstieg und Erfolg des Gangsta Rap. 1986 gründete er mit Dr. Dre und Eazy-E die Rap-Formation N.W.A. (Niggaz With Attitude), die 1988 mit dem Album "Straight Outta Compton" einen enormen Verkaufserfolg erzielte. Ice Cube schrieb die Texte und verließ 1989, nach Zwistigkeiten wegen der Einnahmeverteilung, die Combo. Bereits 1990 legte er sein Solodebüt "AmeriKKKa’s Most Wanted" vor, dem er im gleichen Jahr noch das Album "Kill At Will" folgen ließ. 1992 legte er mit "The Predator" ein Masterpiece vor, das sowohl in den R&B- als auch in den Popcharts auf Platz 1 einstieg und Ice Cube nicht zuletzt in Deutschland endgültig berühmt machte. Weitere Solo-Alben folgten 1993, 1996, 1998, 2000 und 2006. Die 2008 erschienene Scheibe "Raw Footage" ist der bislang letzte Ice-Cube-Longplayer.

Anfang der Neunziger reüssierte Ice Cube im Filmgeschäft. Bis heute hat er es auf 23 Streifen als Schauspieler und 15 als Regisseur gebracht. Besonders hervorzuheben ist dabei sein Schauspielerdebüt "Boyz n the Hood" von 1991, das in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes Drehbuch zwei Oscar-Nominierungen erhielt. Der Film setzt sich mit Gewalt, familiären Problemen und Jugendgangs im Ghetto der amerikanischen Großstadt auseinander.

Mit einigen zwischenzeitlichen musikalischen Tiefen, aber weitaus mehr Höhen und oft stilbildend, ist Ice Cube einer der einflussreichsten und vielseitigsten MCs der Westcoast und im Rap-Business überhaupt. Ohne ihn wäre Rap heute aller Wahrscheinlichkeit nach nicht dort, wo er ist.