Ice-T & Body Count

Der US-amerikanische Rapper und Schauspieler Ice-T, 1958 als Tracy Marrow in New Jersey geboren und in Los Angeles aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten MCs überhaupt. Sein 1987 erschienener Erstling "Rhyme Pays" ging damals über 300.000 Mal über den Ladentisch, richtig bekannt wurde Ice-T 1988 mit seinem zweiten Album "Power". Mit "Iceberg/Freedom of Speech", "O.G. Original Gangster" und "Home Invasion" ließ er aussagekräftige Platten folgen, während er 1992 das Parallelprojekt Body Count ins Leben rief, mit dem er als einer der ersten HipHop-Künstler die Stilrichtung des Crossover (Rap mit Heavy Metal-Einflüssen) erfolgreich ins Leben rief. Body Count hatten mit "Cop Killer" auf dem Debütalbum gleich einen Skandaltrack, der Bezug nahm auf Rodney King, einen Afroamerikaner, der 1992 Opfer polizeilicher Willkür wurde und nur knapp mit dem Leben davon kam.

Bereits 1991 untermauerte Ice-T seine Ambitionen, auch als ernsthafter Schauspieler in Hollywood wahrgenommen zu werden. In "New Jack City" und "Ricochet - Der Aufprall" spielte Ice-T jeweils eine Hauptrolle, die ihm weitere Auftritte garantierten. Mit diesen Schauspielprojekten nahm die anfänglich hohe Dichte seiner Veröffentlichungen ab und auch Body Count brachten es von 1992 bis 2006 auf lediglich vier Alben.

Musikalisch ist Ice-T schwer katalogisierbar. Zu Beginn seiner Karriere Gangsta-Rapper, machte er bereits nach kurzer Zeit auch mit sozialkritischen Texten und Tönen auf sich aufmerksam. Dazu kommt die Crossover-Komponente, die er mit Body Count verfolgte. Das bislang letzte Album datiert aus dem Jahr 2006. Es nennt sich, - back to the roots -, schlicht "Gangsta Rap".